Still in Picton...

Donnerstag, 17.07.2014

Kaum zu glauben, jetzt bin ich schon fast zwei Monate hier im wunderschoenen Picton. Um so laenger ich hier bin umso mehr liebe ich diese kleine verschlafene Hafenstadt. Kein Vergleich zu den grossen Staedten, wie Auckland, Hamilton,Wellington oder Dunedin, die irgendwie staendig in Eile sein zu scheinen. Picton ist ruhig, klein und vertraeumt, genau der richtige Ort um die Seele einfach mal baumeln lassen zu koennen. Natuerlich liegt das auch ein bischen daran, dass im Moment Wintersaison ist und deshalb kaum etwas los ist hier in Neuseeland. So waren wir auch nach dem Sieg der der deutschen 11 ( JUPPY WELTMEISTER OLE OLE ;) ) die Einzigen, die morgens um elf mit Bier gefeiert haben...

Ihr fragt euch bestimmt schon was ich hier so lange an einem Ort mache. Die Antwort darauf ist irgendwie ziemlich einseitig und erinnert mich an dass, was ich in Deutschland antworten wuerde;

arbeiten, arbeiten, arbeiten....

Fuer mich heisst es momentan von 13-16.30Uhr arbeiten im Hostel, von 17-22.30Uhr arbeiten im Cortado und danach nocheinmal Gaestekueche putzen im Hostel. Am Wochenende kommt dazu noch die Vormittagsschicht von 10-13Uhr im Cortado.

So ziehen die Tage ziemlich schnell durchs Land und man bekommt gar nicht mit wie schnell die Zeit vergeht...

Die Arbeit macht zum Glueck Spass, sodass es obwohl es stressig ist, wiederum auch nie langweilig wird. Vor allem nicht mit einer so tollen Crew. Das Leben als kitchenhand bedeutet wirklich schnell und hart arbeiten. Teller waschen, Salate anmischen, Desserts anrichten, Pizza machen und alles vorbereiten, damit der Koch sich nur aufs Kochen konzentrieren kann.

Das beste ist aber, nicht nur das ich 40% im Cortado erhalte, sondern meine Sojamochachinos FOR FREE !!! Besser gehts doch gar nicht ;)

Natuerlich fehlt mir das Reisen total und meine Abenteuerlust steigt von Tag zu Tag mehr, (Fernweh in der Ferne...) doch etwas werde ich doch noch bleiben muessen, um Geld zu verdienen und den 'harten' Winter zu ueberbruecken, damit ich im Fruehling wieder durchstarten und mich in neue, aufregende Erlebnisse stuerzen zu koennen. Ich kanns kaum erwarten ;)

Gerade wenn man die ganze Zeit an einem Ort ist und sich an bestimmte Menschen gewoehnt ist es umso haerter wenn sie gehen und man sich auf einmal alleine fuehlt...

Aber ich bin unheimlich froh ueber diese Begegnungen und freue mich auf die Naechsten, derer Geschichten und Ansichten und hoffe wieder die ein oder andere tiefere Beziehung aufbauen zu koennen.

Life is a journey <3

 

home sweet home <3

Donnerstag, 26.06.2014

Picton vermittelt mir das Gefühl irgendwie Zuhause zu sein. Endlich kehrt ein bisschen Ruhe ein und ich habe die Zeit alle meine Erlebnisse ersteinmal sacken und verarbeiten zu können. Was auch dringend Zeit wurde ;) Das Leben in der Villa ist total entspannend. Ich arbeite hier mit 5 anderen Woofern zusammen, die alle für sich tolle Menschen sind. Wir haben hier unseren eigenen Staffbereich wo wir die ganze Zeit über zusammen sind und natürlich auch ernom schnell zusammengewachsen sind! Wir haben jede Menge Spaß und selbst die Arbeit ist teamwork. Jeder hilft dem Anderen wenn er gerade Zeit hat oder Sachen sieht, die gemacht werden müssen. Man kann es eigentlich gar nicht wirklich als Arbeit betrachten, da es so viel Spaß macht! Mittlerweile habe ich auch die Rezeption im Griff. Nachdem ich an meinem ersten Tag alleine erst das Schloss für die Garage und den Kampf mit dem Feuer im Kamin verloren habe und meine Waschmaschine irgendwelche geheimen Pläne für eine Mondfahrt geschmiedert hatte ( ich dachte wirklich sie hebt gleich ab) läuft es mittlerweile echt gut! Leute einchecken, Leute  auschecken, Fragen beantworten... Easy peasy ;)

Jaaa... natuerlich passieren mir immer noch die seltsamsten und unerklaerlichsten Dinge und vielleicht kann ich mir auch 'ein ganz kleines bisschen' erklaeren, warum Rob, der Besitzer mich bei den Neuen als 'Troublemaker' vorgestellt hat.... Ich glaube langsam er denkt all german women are totally crazy ;)

Ich muss jedes Mal an Zuhause denken, wenn alle anfangen zu lachen, wenn ich MAL WIEDER total hysterisch durch die Tuer geschossen komme und den Satz beginne mit;' where is my.....'

Jaja der Alltag ist schon was feines, ob wir zusammen just dance oder Zumba tanzen, mit Wein im Spapool sitzen, einen Walk machen oder alle zusammen sitzen und zeichnen. Auch die Abende an denen ich mit Cindy bei Diogo und Wilson ( Chef und Barista von dem Restaurant, mit superleckerem Kaffee, bei dem ich schon Stammkunde bin ;) ) waren, Bier getrunken, gelacht und mehr über die Brasilianische und Chilenische Kultur erfahren haben, waren echt cool !

An einem Morgen habe ich von Wilson sogar ein freies Baristatraining bekommen.Er hat mir total viele Tipps gegeben und mein Kaffee wurde sogar an die Kunden verkauft! YEAH! :D

Meinen Job im irish pub habe ich schon nach 2 Tagen geschmissen.Nachdem ich mich so gefreut habe mit Cindy zusammen arbeiten zu können, stellte sich heraus, dass der Besitzer leider keinen blassen Schimmer von dem hat, was er tut. Erstmal hat er kein Konzept. Er mag keine irische Musik und verkauft Pizza... zudem fragt er seine Angestellten wie die Kasse funktioniert und ruft uns kurzfristig und unregelmäßig an, ob einer von uns arbeiten kann. Zudem hat man ständig alte betrunkene Männer um sich herum und wenn sie versuchen dich anzufassen, verzieht er sich... Ich habe lange überlegt ob ich hinschmeißen oder die Zähne zusammenbeissen soll. Also fragte ich total niedergeschlagen um Rat bei den anderen backpackern. Es gab nur eine Antwort: Tue nichts was dich unglücklich macht! Wie wahr... dazu bin ich doch nicht 23h hierher geflogen. Also stand meine Entscheidung fest!

Nur ein paar Minuten später wurde mir geraten im Cortado mal nach dem Dishwasherjob zu fragen. (Sie würden wohl gerade wen suchen.) Also zack zack vom Stuhl gesprungen und auf schnellstem Weg ab zu Diogo. Hehe ;P  was soll ich sagen... das Cortado hat eine neue Kitchenhand ;) Juhu !!! und schwuppdiwupp ist die Bianca auch wieder happy :D

ja ja wie war das nochmal...wenn die eine Tür sich schließt ...


Mein erster Arbeitstag war dann auch gleich die Abschiedsfeier von Diogo, der jetzt erstmal nach Hause nach Brasilien geflogen ist. Es war soooo voll, das hieß für mich Abwaschen in Rekordzeit und mein Stapel wurde von Minute zu Minute immer größer... Trotzdem muss ich sagen, dass es viIIIel besser ist, als der Job im irish!

Das einzige was hier echt hart ist, sind die Zeiten der Fußballspiele! Für uns heisst es um 3.30 aufstehen, schnell frühstücken und mit heissem Kaffee und eingemurmelt in warmen Decken im TVroom die deutsche Elf anfeuern bevor wir schnell wieder zurück ins Schlummerland sinken und die letzten paar Stunden Schlaf erhaschen, bevor wir wieder anfangen das Hostel zu putzen.... Das Leben ist echt hart...

it's hard to say goodbye...

Dienstag, 27.05.2014

Bye bye Hogwartz... gar nicht so einfach! Nach einem Monat in Dunedin fiel es mir wirklich sehr schwer Gilbert und Maja ( den Eigentümer vom Hostel) goodbye zu sagen. Sie waren hier schon ein Stück weit Familie, haben sich um jedes kleine Problem gekümmert und uns jeden Tag nach getaner Arbeit zur teatime eingeladen. Die beiden sind wirklich total lieb und haben mich zum Abschied nicht nur ganz dolle gedrückt und mir gesagt, dass ich eine der besten wooferinen war, sie haben mir sogar ein Armband geschenkt das mich immer an sie erinnern wird :)
Aber nicht nur von den beiden musste ich mich verabschieden, auch von Cici...Sie kommt aus China und war neben Cindy und mir die dritte wooferinen. Cici ist unheimlich inspirierend. Sie stellt einfach immer die richtigen Fragen, die einem zum Nachdenken anregen und helfen sich selbst zu finden. Wir hatten sehr lange und tiefgründige Gespräche und ich denke, dass mir diese Begegnung mit ihr ein bischen mehr Licht gebracht hat in meinem Wer-bist-du-überhaupt?-Labyrinth.


Am Abend hatten wir dann ENDLICH unseren Baristacourse :) und was soll ich sagen...

ihr kennt mich ja ;)

Kann man ein absolouten Kaffeejunkie glücklicher machen, als ihn an eine große Maschine zu stellen, den Kaffee mahlen und alle möglichen Varianten von Kaffeespezialitäten machen zu lassen?

Hmmm.... schwer ;) Es war der Hammer und ich glaube, ich habe meinen Traumjob gefunden :) Natürlich wäre der frischgebrühte Kaffee viiiieeel zu schade zum Wegkippen
gewesen, weshalb ich mich dann mit voller Koffeindröhnung noch am selben Abend auf den Weg nach Queenstown machte, um mich dort mit meinen beiden 'lieben' Schweizern, die ich im Hostel kennengelernt hab wieder zu treffen. Zusammen mit ihnen gings dann los um meinen ersten Track zu machen. Den Routeburntrack! Noch völlig motiviert startete ich also meine ersten Meter ins Ungewisse, aber nach knapp 4 Stunden mit großem Ŕucksack auf den Schulter und ständigem Anstieg, war ich völlig fertig und hatte schon keine Lust mehr noch überhaupt einen einzigen Schritt zu gehen. Doch an Aufgeben war nicht zu denken! Umso glücklicher war ich als ich nach dem nächsten kurzen Anstieg unsere Hut entdeckte. 'Bitte keine Fatamorgana!'
Nein sie war es wirklich....

Yeah ersten Tag geschafft ! :D man war ich stolz auf mich!!! Also einmal kurz selbst auf die Schultern klopfen und dann endlich raus aus den Schuhen!!! In der hut selbst war es eigentlich ziemlich cool! Komplett ohne Strom saßen wir ab um 6uhr im Dunkeln vor einem kleinen Kamin und haben Rotwein aus der Flasche getrunken. Am nächsten Morgen sind wir dann extra früh aufgestanden um uns mit leichterem Gepäck weitere 2 Stunden zum Conical hill zu schlagen und auf dem Weg einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen! Wunderschön!!! Eigentlich war der gesamte Track an sich einfach unglaublich.... Leider konnten wir den Berg nicht komplett besteigen, da es einfach zu glatt war. Nachdem wir schon fast 2/3 oben waren, mussten wir uns dann leider eingestestehen, dass ein Weitergehen oder eher klettern auf den Berg bei dieser Glätte einfach zu gefährlich wäre. Jeder Schritt musste genaustens durchdacht und erst abgesichert werden, um nicht abzurutschen und den Berg wieder hinunterzufallen .. also leider wieder umdrehen und den track in 6 Stunden wieder zurück zum Auto gehen :( ich hab mich noch nie so sehr auf eine heiße Dusche gefreut!

Die nächsten Tage waren auch nicht weniger aufregend. Zwar musste ich in Wanaka einen Tag Zwangspause machen (ahhhh! Muskelkater überall...) aber danach gings auch schon weiter zum Fox Glacier, den man wegen des dichten Nebels leider nicht wirklich gut erkennen konnte. Dafür konnten wir aber im Hostel in einer heißen Sauna ausspannen :D .Nicht wirklich mehr Glück hatten wir beim Franz Josef. Gerade als wir den Walk zum Gletscher starten fing es aus allen Kräften an zu schütten, sodass wir klitschnass durch den Regen gingen bis wir vor dem Gletscher standen und  die Aussicht 'genossen' Im Ernst es war wirklich ziemlich cool, aber ohne Regen wäre es schon noch schöner gewesen!

ABER nach dem Regen kommt ja bekanntlich die Sonne und so war es auch. Als wir am nächsten Tag zu den Pancake rocks fuhren kamen wir genau zur richtigen Zeit! Flut! Wuhuuu ;) der Wind peitschte die Wellen nur so gegen die Felsen, unbelivable! Naturwunder! Man konnte die Kraft des Meeres richtig spüren! Und als itüpfelchen sahen wir dazu auch noch einen wunderwunderschönen Sonnenuntergang :))

Nun bin ich in Picton wo ich dank Simon meinen nächsten wooferjob in der Villa habe :) Ich habe mich sofort in Picton verliebt, Eine kleine Stadt im Norden der Südinsel. Sie liegt direkt am Hafen und hat wirklich seinen eignen Charme.Auch das Hostel ist total schön. Ein bißchen wie die Villa Kunterbunt von Pipi Langstrumpf ;) Die anderen 4 Woofer sind unglaublich lieb und das der Besitzer des Hostels auch noch mit Gilbert und Maja befreundet ist vermittelt mir schon jetzt ein heimisches Gefühl! Einen Wermutstropfen hat das ganze allerdings. Der nächste Abschied.... Nach einer Woche, 24 Stunden am Tag sind mir Simon und Pascal ganz schön ans Herz gewachsen.... Wir hatten echt ne tolle Zeit und super viel Spaß! Es war alles andere als leicht die Beiden zur Fähre zu bringen.... , aber es ist zum Glück nur ein Abschied auf Zeit ;)

Nun sitz ich hier mit meinem Kaffee und genieße die Zeit in Picton. Ich bin schon gespannt was als nächstes passiert ;)


take a look in my mind...

Sonntag, 11.05.2014

Was ich hier noch gar nicht erwähnt hab ist, dass meine Reiseberichte eigentlich das weniger spannende Thema sind.Was mich hier viel mehr beschäftigt ist, dass ich unglaublich viel über mich selbst lerne und Seiten an mir entdecke, die mir voher nicht bewusst waren. Ganze Sichtweisen werden infrage gestellt und können sich mit einem Schlag ändern. So kam es zum Beispiel zu folgender Situation. Eine Gruppe von Chinesinnen waren bei uns im Hostel, aßen und schmatzen bei jedem Bissen SEHR laut. Ich war so genervt davon, obwohl mir klar ist, dass es in ihrer Kultur ein Ausdruck von Höflichkeit ist, dass ich sofort eine Abneigung gegen sie hatte. Später entwickelte sich trotzdem ein Gespräch mit einer dieser sehr offenen und interessierten Frauen und ich erhielt am selben Abend eine Einladung zu ihr nach China und als sie am nächsten Tag abreiste, noch eine herzliche Umarmung :) Da ich permanent neue, ganz verschiedene Menschen kennenlerne und mit immer anderen Weltanschauungen konfrontiert werde, lerne ich nicht nur unglaublich viel, sondern fange so lansam an mich selbst zu finden und meine von der Gesellschaft unabhängige Persönlichkeit zu entwickeln. Es ist schon erstaunlich, das man ans andere Ende der Welt fliegen muss, um zu erkennen wer man eigentlich ist und was man wirklich will im Leben, nicht nur das, was das einfachste, logischte oder sicherste wäre, sondern das was das Herz einem zuflüstert, wir aber im Alltag gar nicht in unser Bewusstsein lassen.Ich habe zwar immer noch keine genaue Vorstellung von dem, was ich machen möchte, wenn ich zurück bin, aber mir wird immer mehr bewusst, dass ich noch nicht da angekommen bin wo ich hingehöre. Ich genieße jeden Tag hier und liebe das Leben, genauso wie es gerade ist! Ich habe das Gefühl, dass ich zwar jetzt nach 10Jahren VW und 2 Weiterbildungen mir eine sichere Zukunft geschaffen zu haben, aber es im Endeffekt nicht das ist was mich 100%ig erfüllt. Gerade jetzt lerne ich, dass das Leben voller Überraschungen steckt und ein großes Abenteuer sein kann, wenn man sich erlaubt aus seinem kleinen Alltagsgefängnis zu entfliehen und bereit ist mal was ganz anderes zu erleben. Die Welt ist so viel mehr und bietet so viele Möglichkeit entdeckt zu werden. Kurz gesagt, habe ich mit der Reise nach Neuseeland die beste Entscheidung meines Lebens getroffen und ich glaube, dass es erst der erste Schritt fuer mich war. Ich weiss noch nicht wo es mich als nächstes hinzieht, geschweige denn was ich tun werde, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit herausfinden was mein Herz mir sagt. Fest steht für mich nur, dass ich nur noch das machen werde, was mich wirklich glücklich macht, auch wenn es gegen jede Logik verstößt...

the NORMAL backpackerlife

Mittwoch, 30.04.2014

Nachdem der ganze Schreck erstmal mit einem Bier verdaut wurde, haben wir uns dann erstmal weiter auf den Weg nach Queenstown gemacht. Ein wirklich schöner Ort. Kleiner als erwartet und komplett auf Touristen ausgelegt, überall Giftshops und Fressbuden und egal wo man hinschaut sieht man Leute irgendwelche Extremsportarten machen. Dafür liegt die Stadt direkt am See und ist umringt von Bergen. Cindy sagt immer es erinnert sie an eine Stadt in Österreich, Mayerhofen oder so ähnlich, ( keine Sorge von uns kannte es auch Niemand) nur viel schöner. Wir hatten ein super süßes Hostel mit traumhaften Ausblick mit nur 19 Betten und einem Kater, Jimmy :) In Queenstown haben wir dann auch Kevin wiedergetroffen mit dem wir fast jeden Abend in irgendeinem Pub waren und natürlich zusammen in seinen Geburtstag reingefeiert haben. Aber nicht zu dolle, schließlich hatten wir den Tag darauf ja noch unsere overnight tour auf den Milford sounds gebucht. Um 8Uhr wurden wir abgeholt und haben eine klassische Tourifahrt zu den Sounds gemacht. 6 Std. voll gepackt mit Informationen und immer wieder Stops zum Fotos machen. Aber als wir dann endlich auf dem Schiff waren und losschipperten kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Wir konnten sogar von dort aus entweder Kanu oder Jetboot fahren. Da Kevin Geburtstag hatte durfte er entscheiden. So stiegen wir für 20min ins Jetboot ;) Am Abend bekammen wir dann ein riesiges Buffet und da ich die Gelegenheit nutze, als Kevin duschen war, bekam er auch noch ein Stück Geburtstagskuchen vom Personal und vom gesammten Boot ein Ständchen :) Wir haben mit einem unglaublich lieben Australierpärchen am Tisch gesessen, die uns auch gleich nach Sydney eingeladen und uns viele Tipps gegeben und eine tour durch Sydney angeboten haben. Ich werde da auf alle Faelle im Dezember drauf zurueckgreifen ;) Am nächsten Morgen wurden wir um 6 geweckt um rechtzeitig zu frühstücken, damit wir den Sonnenaufgang an Deck sehen konnten. WAHNSINN! Ich kann wirklich behaupten in meinem ganzen Leben nichts beeindruckenderes gesehen zu haben! Ich versuche erst gar nicht es in Worte zu packen....

Also zurück in Queenstown. Was stand nochmal als nächstes auf dem Plan? Achja Tattoowieren! Da wir schneller als gedacht einen Termin bekommen haben, hieß es 2 Tage später, Augen zu und durch! Eine Stunde hat mir die Maorifrau die vielen Details auf den Rücken gemalt. Ich war sofort begeistert als sie mir die vielen versteckten Symbole erklärte. Aber etwas mulmig war mir schon. So fragte sie mich ' ready?' und ich antwortete 'ready to die!' 6 Stunden lang versuchte ich mich nun auf all meine anderen Körperteile zu konzentrieren. Nicht einmal mit Cindy wollte ich quatschen, die die ganze Zeit rührend meinen Arm gestreichelt hat , bis sie selbst an der Reihe war. Nach gerade mal 10 min kam sie strahlen um die Ecke und zeigte mir ihren Arm, auf dem in maori steht: ein Leben, lebe es! Wie passend ;)

Weiter ging es nach Invercagill. Nicht gerade mein Lieblingsort..Große
Industriestadt... Dafür 2 Naechte in einer kleinen suessen Zwergenhütte und ein Quizabend im Pub, wo wir gänzlich versagten. Als nächstes stand eine Tagestour nach Bluff auf den Plan. Patrick und Jan aus unserm Hostel schlossen sich direkt an. In Bluff steht das selbe Wegweiserschild wie beim cape reinga. Merkwürdigerweise zeigen sie den Weg zueinander mit 50km Unterschied an ;p  Da wir dringend Arbeit suchen haben wir uns auf dem Weg Richtung Dunedin begeben, wo wir entlang der Catlins fuhren. Da legten wir gleich 2 stops ein. Den ersten am nugget point.. Eine Stelle an der im Meer viele kleine Felsen wie Nuggets aus dem Meer ragen. Sah schon ziemlich cool aus! Der 2. Stopp war an einem Wasserfall, der zwar auch ganz schön war,aber nicht so beeindruckend wie andere, die wir schon gesehen haben.Es ist glaub ich auch schwer sich wieder fuer solch kleine Dinge begeistern zu koennen, nachdem man an den Sounds war...

Abends haben wir uns dann einen Campingground direkt am Meer gesucht, was sich total toll anhört, aber ein Riesenfehler war...An Schlaf war diese Nacht nicht zu denken. Draussen herrscht so ein gewaltiger Sturm, dass das ganze Auto wackelte!!! Immer wieder wurden wir wach, weil wir Angst hatten, dass das Auto die Klippe runterstürzt. Wegfahren war leider unmöglich, da hinter uns ein Auto stand und Patrick vor uns sein Zelt aufgebaut hat.Am nächsten Morgen mussten wir uns mit ganzem Gewicht gegen die Tür lehnen um sie aufzubekommen. Schließlich bauten wir in Windeseile Patricks Zelt ab und auf gings nach Dunedin. Hier hab ich dann endlich meinen ersten work for accommodation Platz im Hostel bekommen, dh 6 Tage 3 Stunden putzen fuer freie Unterkunft und freie Wäsche und das in Hogwartz ;) Ein super süßes Hostel mit sehr hohen Hygienestandarts :) perfekt um endlich mal runterfahren zu können um die vielen Erlebnisse und Eindruecke verarbeiten zu können. Die Besitzer sind einfach unglaublich nett und haben für uns woofer sogar eine Osterüberraschung gehabt ;) Dunedin ist schon sehr cool.Am Octagon sind überall Café s und Pubs, der Tunnelbeach ist gleich in der Nähe und die Stadt hat sehr viele schöne alte Gebäude und Unis. Was wir hier den ganzen Tag so machen? Relaxen am Tunnelbeach, Golfen mit Aussicht aufs Meer, in der libary das freie wifi nutzen, Brauereitour, Museen, feiern, William und Kate anglotzen, die zufällig gerade fast vor unserer Haustür waren und Abends vorm Kamin aufwaermen, bevor der Harry Potter DVD Abend hier in Hogwartz startet ;)Nicht zu vergessen die tollen Abende mit unserer superlustigen neuen 'Therapiegruppe fuer arme' die durch Jesko, Jenny  und sehr viel Wein einfach unvergesslich sind! :D 

Eieiei das war jetzt echt ne Menge, die ich mit Schreiben nachzuholen hatte...

Sorry das ihr so lange warten musstet! Ich hoffe es geht euch auch gut. Muss ja, bei euch wirds ja langsam warm, während wir hier anfangen zu frieren :D

like a horrorstory...

Montag, 31.03.2014

Ersteinmal vorab es geht mir gut! Ich komme gleich zu der Geschichte auf die ihr wartet... aber ich fasse ersteinmal kurz die letzten Tage zusammen.  Also .... in Nelson angekommen machte ich Cindy eine ziemlich große Freude als ich ohne vorher ein Wort zu verlieren auf einmal vor ihrer Tür stand. Sie dachte noch ich müsse die Nacht an der Tanke schlafen. Völlig ko. bin ich nach diesen anstrengenden Tag auch gleich eingeschlafen. So konnten wir am nächsten Morgen mit Cindys Freundin Hanna im Gepäck gleich durchstarten und uns die unheimlich schönen Nelson lakes angucken. Was für ein Anblick... und wieder eine neue der vielen verschiedenen Facetten Neuseelands. Weitläufige glasklare Seen umgeben von gigantischen grünen Bergen. Direkt an unserem Campingplatz.  Ich hatte nie einen schönere Aussicht beim Abendbrot ;)  Am nächsten Tag setzten wir Hanna wieder ab und machten uns auf dem Weg nach golden bay. Wieder so ein niedliches kleines Hostel, dass mein Hippieherz höher schlagen lässt :) Mitten in der Natur, umzingelt von Bäumen. Geweckt wird man vom Vogelgezwitscher, mitten über dem kleinen Bach ist ein riesiges Netz gespannt in dem man unter freiem Himmel liegen und der Gitarrre lauschen kann, die ein anderer backpacker vor dem Hostel spielt. Im Hostel selbst sind keine Schuhe erlaubt, dafür brennt jefen Aben ein Feuer im Ofen und alle sitzen zusammen auf den Sofas davor, ohne Fernseher, dafür in Geschichten über bisherige Erlebnisse vertieft.. viel schöner! Und auf dem Tisch steht jeden Tag eine große Schale mit selbst angebauten Obst :) Das einzige was etwas ungewöhnlich war, war die daytoilet. Nachts durfte die Toilette im Hostel genutzt werden, aber tagsüber musste man draußenhoch zu einer Holzhütte in der ein Kompostklo war... das ist wohl der Moment,  indem man erdt richtig im Hippieleben ankommt ;) achja direkt gegenüber befand sich im Übrigen ein Fenster . Daneben ein kleines Schild mit den Worten: enjoy the beautiful view! ;D na das ist doch mal was, vom Klo aus die Aussicht auf die Berge genießen und hinterher eine Hand voll rindenmulch in das tiefe Loch werfen! Irgendwie sind mir die normalen Toiletten doch lieber!  Am ersten Tag in golden bay machten wir dann den bushwalk auf einen von den Bergen rauf. Total erschöpft haen wir uns auf der Bergspitze fallen lassen und die Sicht über die Berge und den  Strand genossen. Am zweiten Tag fuhren wir mit unserem Auto ( das nach unseren Erlebnisseni, auf den Namen Brian getauft wurde  und uns somit immer daran erinnern soll, dass alles wieder gut  wird ) zu einem kleinen Strand, dessen Name ich schon wieder vergessen hab. Perfekt zur lowtide hatten wir nicht nur das Glück Seerobben zu sehen, sondern sogar eine ganze Horde Robbenbabys die vergnügt in einer Wasserpfütze, wie in einem kleinen pool spielten. Die süßen kleinen Dinger waren nicht nur total zutraulich und kamerageil, sie kamen auch direkt auf einen zu. Natürlich immer bewacht von der Mutter, die mit etwas Abstand lauerte. Irgendwie mochte sie Cindy und much nicht und kam mit einem Mal direkt auf uns zu... schnell weg hier! Vor so einem ausgewachsenem Tier sollte man echt Respekt haben! Es war trotzdem ein unglaubliches Erlebnis und mit Sicherheit ein groß Punkt auf meiner highlightliste!  Nächsten Tag dann Aufbruch in Richtung Queenstown.  Unseren Zwischenstopp machten wir in Westport. Wir kamen Samstagabend an, die Zeit wo in Deutschland die die Menschen irgendwo feiern oder was trinken gehen, doch in Westport ist das ein bischen anders. Es hätte nur noch ein Heuballen durch die Straße rollen müssen und die Melodie von ' Spiel mir das Lied vom Tod' und die Geisterstadt wäre perfekt!  Wirklich keine Menschenseele weit und breit. Nicht mal in den Häusern brannten Lichter. Wir stellten uns also mit Brian an den Strand um dieNacht dort zu verbringen. Strand? Yeah nochmal zum Strand! Doch das war gar nicht so einfach. Um dort hinzukommen mussten wir über Dünen aus Ästen klettern. Ich hab sowas noch nie gesehen. Es sah aus wie ein riesiger Baumfriedhof... erinnerte mich irgendwie an König der Ĺöwen, bei den Hyänen... Geisterstadt...Nach dem Frühstück also weiter nach Queenstown,  und hier beginnt die Story auch schon: Wir fuhren gerade durch St Franz Joseph,  als am Straßenrand ein Hitchhiker stand. Da wir selber noch wussten wie lange es dauern kann bis Jemand anhält, beschlossen wir ihn mitzunehmen. In Haast war es dann höchste Zeit für einen Kaffee. Das Auto bei der Tanke um die Eckebabgestellt, gingen wir also rüber zum Cafe. Auf einmal hörten wir Geräusche, die alles andere als schön waren.Ohh je der arme Keilriemen von dem Auto, war der erste Gedanke, der Typ sollte dringend mal ne Werkstatt aufsuchen! Cindy holte noch schnell ihr tablet aus dem Auto.  Als sie wieder kam, fragte sie mich ob ich mein Auto umgeparkt hätte. Was? Wie kommst sie denn darauf, ich war dich die ganze Zeit hier?  Dann zeigte sie mit dem Finger 20m weiter weg "na jetzt steht es da" WTF da hat irgendwer mein Auto weggeschoben, mit gezogener Handbremse!!! Jetzt erklärt sich auch das Geräusch..  Schnell zum Auto hingestratzt kam mir auch schon ein Typ mit seinem Auto entgegennund erklärte,  dass er da halt durchmusste... Was?! Da guckt er nicht wo der Besitzer sein könnte, sondern schiebt einfach dad Auto weg.... ohne Worte! Wir beschlossen noch was zu essen und dann noch bis nach Haast zu fahren. Unser Hitchhiker,  Sebastian war total verblüfft,  als wir ihm die Geschichten mit dem magischen Ring erzählten und lachte noch ' ohoh vielleicht sollte ich lieber nicht bei euch mitfahren, nach allem was euch so passiert' Wenn er wüsste was nun folgte, hätte er es wohl auch nicht getan! Da es schon dunkel war fuhren wir also schnell weiter, 52km bis nach Haast, nur gerade  aus, ein Weg, im dunkeln. Auf einmal kam uns wie wikd ein Auto entgegen, gefolgt von 2 Polizeiwagen. Wir dachten noch , spinnen die? Die wären fast in uns reingefahren, wäre ich nicht ein Stück nach links gefahren! Was soll das hier, Alarm für Cobra 11?  Egal nicht aufregen,  weiterfahren, bis zur nämlich one-lane-bridge wo mitten auf der Fahrbahn ein Pickup mit Warnblinklicht stand, so das wir nicht virbeikonnnten. Wollen die uns heute alle verarschen,  der kann doch nicht mitten so stehenbleiben. Auf das Hupen folgte keine Reaktion, also  ging Sebastian ganz mutig mit einer Taschenlampe nachschauen.  Nichts kein Mensch weit und breit,  das Auto aber nicht verschlossen.Wie in einem Horrrfilm!  Was nun 52 km zurück? Neeeee! Wir haben ja heute gelernt wie man sowas regelt, also Handbremse raus und versuchen das Ding mitsamt Anhänger von der Brücke zu schieben. Doch dann hatte es tatsächlich auch noch die Lenkradsperre drinne, so dass wir es zwar schieben konnten, aber nicht lenken. NO WAY! Als ich daran dachte wie dreist mein Auto weggeschoben wurde, verlor ich die letzen Skrupel und versuchte mit Sebastian das Lenkradschloss zu knacken. Im Laderaum fanden wir auch einen Spaten der uns aks Hebelarm diente, doch bei alller Gewalt, keine Chance! Wir wollten schon nachgoogeln wie man ein Auto knackt, doch wir waren seit dem letzten Ort in einem totalen Funkloch. Nichtmal der Notruf von der Polizei funktionierte. Wirklich wie im Horrorfilm! Also blieb uns nichts anderes übrig als umzudrehen. Uns war allen ein wenig mulmig, dich wir versuchten es mit Ironie zu nehmen, So sagte ivh noch "richtig gruselig wäre es jetzt wenn auf der andern Seite auch sonein Auto steht" und Sebastian" naja son itüpfellchen kònnte die stor doch noch vertragen" Als wir am Straßenrand ein Motel entdeckten, dachten wir uns dann, wir fragen die Leute dort mal ob wir von ihrem Telefon die Polizei anrufen könnten, um sie daraum zu bitten die Straße freizuräumen. Was wir dann erfuhren lässt ein due Nackenhaare zu Berge stehen! Es handelt vinneinem verrückten, der in Christchurch ein Mädchen umgebracht hat.mEr hat 2 deutsche Mädchen, die hitchhiketen mitgenommen.Im selben Ort wo wir den Sebastian eingesammelt haben. Er hat sogar noch mit den beiden gesprochen.  Der Verrückte hat ein Mädchen mehrere Knochen gebrochen und dem anderen mit dem Messer lebensgefährlich in den Rücken gestochen. Die Polizei war ihm auf den Fersen, 90 min Verfolgungsjagt, direkt an uns vorbei.Anwohner sperrten mit ihren Autos beide Seiten der Straße ab, sodass er nicht entkommen konnte.  Er kippte Benzin wuf die Straße und zündete es an um zu versuchen,  die Polizei abzuwehren... Ein paar km weiter waren wir, eingesperrt zw, den beiden Autos mit der Polizei und einem Mörder und versuchten gerade nichtsanhnend das Auto von dem Anwohner zu knacken! Horror! ! Der Motelbesitzer gab uns Bescheid,  dass sie ihn gefasst haben und die Straße wieder frei sei. Also ganz schnell ab in den nächsten Ort!!! Darauf erstmal ein Bier, schlafen kann eh keiner.....

the magical ring part 2

Montag, 24.03.2014

Autokauf in Christchurch. Da ich mich dann endlich für ein Auto entschieden hab (über die Marke möcht ich nicht reden.....) ging es nun ans Bezahlen.  Leichter gesagt als getan, denn an den neuseeländischen Geldautomaten bekommt man max.800dollar pro Tag und auf dem inländischen Konto ist noch kein Geld eingezahlt wurden. Da eine Überweisung aus Deutschland auch ewig dauert hab ich mich gedanklich schon von dem Auto verabschiedet, denn die Alte der das Auto vorher gehörte, hatte Haare auf den Zähnen! Gottseidank gibt es ja noch die Post, die zwar hohe Gebühren abverlangt aber wenigsten einen sofortigen Transfer ermöglicht.  So kam ich  dann doch noch an mein Auto.Nun also Bettwäsche kaufen, dekorieren, Schlüssel verlieren... jaaa wirklich!  In der Umkleidekabine im Einkaufsladen hat er sich einfach von mir getrennt. Er kann sich wohl noch nicht so schnell an mich gewöhnen...

Christchurch ist im Aufbau.  Überall Baustellen, trotzdem  kann man erkennen wie schön die Stadt eimal war. Obwohl ich mich ganz schön über die Größe erschrocken hab. Christchurch ist sehr im englischen Stil gebaut und auch die Straßen haben englische Namen.  So haben Micha, mein Mechanikerfreund aus dem Hostel und ich uns vor Lachen nicht mehr eingekriegt, als wir die Navigation auf deutsch gestellt haben und sie im ostdeutschen Akzent schtreets, driewes, avuniejes und staate highwams angesagt hat ;;D  Die Stadt der Zerstörung.  Und auch ich passte mich an und mir fielen erst mein Telefon dann mein Tablet auf dur Boden... Ich weiss nicht warum manche Menschen sich diese fake Glasbruchfolien kaufen!

Die Abende konnte man wenigstens im heißen Spa unter Sternenhimmel ausklingen lassen und sivh von dem Stress erholen. 

Tag der Abreise. Ich bin schon um 4Uhr aufgestanden um mich früh genug auf dem Weg zu Cindy nach Nelson zu machen. Im Auto schläft man echt noch viel besser als im Hostel :) Die Fahrt war suoer entspannt. Kein Auto weit und breit und auch an die andere Seite hat man sich sofort gewöhnt. Die Landschaft ist unglaublich und der Sonnenaufgang erst! Immer wieder hält man an weil man denkt hier ist die beste Stelle  für ein Foto, doch so viel Schönheit kann man einfach nicht einfangen. ?. Halbzeit in Kaikoura und höchste Zeit zum Tanken. Und wieder meldete sich dieser kleine msgische Ring! Was jetzt passierte ist mir eigentlich zu peinliche um es zu schreiben, aber was solls shit happens! Ich tankte mein Auto also voll um die lange Strecke durchs Nirgendwo zu überstehen.  Als ich losfahren wollte dann plötzlich rumpeldipum und nichts ging mehr... Ich habe tatsächliche Diesel in meinen Benziner getankt... NEIN Bitte keine Kommentare!!!!! :( Ich hätte heulen können.  Da zu dem noch Sonntag war, hatte die Werkstatt erst einen Tag später geöffnet. So fand ich mich damit ab eine Nacht an der Tankstelle zu schlafen.  Ich vertrieb mir also den Tag auf dem Markt in Kaikoura und legte mich auf mein Bett um ein Buch zu lesen, Irgendwann dann Schichtwechsel in der Tanke. Der Mitarbeiter der Tankke wurde auf mich aufmerksam und ich erzählte ihm was passiert ist.Immer hilfsbereit und freundlich wie die Neuseeländer nun mal sind rief er den neuseeländischen ADAC an und gab meine Regestrationsnr, durch. so wurde mir für gerademal 50dollar der Arsch gerettet und ich machte mich mit einem skeptischen Blick auf meinen Ring  wieder auf meinen Weg nach Nelson...

'Always look on the bright side of life'

the magical ring

Sonntag, 23.03.2014

So da bin ich mal wieder ;)

Eigentlich bin ich ein ziemlich skeptischer und ungläubiger Mensch, aber was jetzt gerade passiert  jagt mir doch ein bisschen Angst ein. 

Aber mal ganz von vorne:

Cindy und ich sind dann also von unserem geliebten Surferort Raglan abgereist um 2 Nächte in Hamilton zu verbringen. Von dort aus wollten wir dann am ersten Tag nach Hobbiton hitchhiken. In Hamilton angekommen erlitten wir fast einen Kulturschock.  Nach Nächten in im Tipi am entspanntesten Ort der Welt auf einmal große, graue Industriestadt! Als wir im Hostel eincheckten öffnete uns eine Japanarin im Fleece-Kuheinteiler die Tür und als wir in die Küche kamen stand dort auch noch ein Glas mit Hühnerfüssen!!!! Mir wird immernoch schlecht, wenn ich daran denke! Am nächsten Morgen sind wir dann also ziemlich früh raus um uns auf den Weg ins Auenland zu machen.  Da wir aber nicht wirklich wussten wo der beste Ort zum hitchhiken ist, schilderten wir einem Passanten unser Vorhaben. Er war total verblüfft und erklärte uns das er frei habe und wenn sich Jemand finden würde der mit ihm eine Runde Golf in Matamata spiele, würde er uns auf dem Weg in Hobbiton absetzen und nach 4 Stunden wieder abholen.  Also fing er an zu telefonieren und schilderte seinen ganzen Kollegen und Freunden unsere Geschichte.  Tatsächlich fand er Jemanden der sich bereit erklärte mitzukommen und so fuhren wir los. Eine Stunde später waren Cindy und ich im Auenland :) und es war so cool. Es befindet sich mitten im Nirgendwo zwischen riesigen Feldern, die eigentlich grün sind,  doch da es hier zur Zeit kaum regnet und auch schon offiziell die Dürre bekannt gegeben wurde sind sie braun. Bis auf das Filmset , dass wohl künstlich bewässert wird, damit sich die Touristen das ganze Jahr hindurch fühlen als wären sie in den Fernseher gesprungen.  Es sieht tatsächliche genauso niedlich aus wie im Film. Die Tour an sich war eine typische Touriabfertigung blabla, schnell jeder noch ein Foto und schnell weiter.. Dafür ein gratis Bier im green dragon ;D nach 4 Stunden wurden wir nicht nur wieder abgeholt sondern auch noch zu Hause auf ein Bier eingeladen.  Mit dem Versprechen nicht mehr zu Trampen wurden wir dann ins Hostel gefahren.  So etwas gibt es wohl nur hiernin Neuseeland!

Und jetzt zu den mysteriösen Ereignissen

Ich habe mir in Hobbiton den Ring gekauft,  ja diesen einen magischen Ring! Ich steckte ihn mir auf den Finger...... und seitdem änderte sich meine Glückssträhne und das Pech scheint nur so an mir zu kleben...

Angefangen hat es als ich am selben Abend noch den Bus nach Wellington gebucht hab. Cindy und ich checkten früh aus um den Bus um 10 Uhr zu erreichen.  Als wir dort ankamen und dem Busfahrer unsere Quittung zeigte, stellte er fest, dass ich mit am und pm durcheinander gekommen bin und den Nachtbus gebucht habe...  Glücklicherweise hat er uns trotzdem mitgenommen. Nach über 6 Stunden Fahrt waren wir dann ziemlich ko und wollten nur noch unsere Ruhe,  doch leider entpuppte sich unser Hostel als Rießenabsteige wo jeder seinen Scheiß liegen lässt. Als wir dann ins Bett gingen  topte sich draußen eine Windrose aus. So was hab ich noch nie gesehen. Es war echt gruselig, doch irgendwann schliefen wir dann doch ein... um 1 Stunde später von 2 Engländerinnen wieder aus dem Schlaf gerissen zu werden. Die waren nicht nur übelst laut,  nein sie machten auch noch ganz selbstverständlich das Licht an.Jetzt reichts! Es wird Zeit für Bacarditee im Fernsehraum. Schön aufs Sofa gekuschelt und im selben Moment erscheint das Leben des Brian vor uns und die Musik beginnt " always look on the bright side of life" magic! Als ob es uns was sagen will! 

Am darauf folgenden Tag haben wir uns die Drehorte von den Waldszenen von Herr der Ringe angeschaut und nachgestellt.  Echt lustig und ne ziemlich gute Führung die in den Wetastudios endete. Doch gleich darauf der nächste Schock , wir saßen gerade beim Abendessen als aufeinmal 90 laute, hysterische Kinder eincheckten!!! Und dazu kam dann noch die Auskunft das wir umziehen müssen in ein 20er Dorm wtf!!!  Als wäre das immer noch nicht genug, kam mitten in der Nacht ein betrunkener Zimmergenisse dazu der die gesamte Nacht schnarchte und stank.

Am naechsten  Morgen hätten wir dann fast die Fähre verpasst weil die am anderen  Hafen losfuhr als gedacht. Doch dank eines netten fahres haben wir sie in letzter Minute noch erwischt.

In Picton trennten sich dann erstmal unsere Wege. Cindy fuhr nach Nelson und ich nach Christchurch um ein Auto zu besorgen. Das Hostel war genial ein kleines Cottagedorf mit sauna, spa und gratis wifi :) nachdem ich mir 3 Autos angeschaut hatte und auch noch einen Mechaniker im Hostel kennengelernt hab, hab ich dann tatsächlich eins gekauft, aber dazu später und auch von der Reihe der Unglücke. Leider ist mein Akku gleich leer....

i love this place ♥

Donnerstag, 13.03.2014

Raglan war der absoloute Hammer! Ich bin am Sonntag dort angekommen

 Wieder zusammen mit Cindy und Nick. Erst fing alles total chaotisch an. Als wir in Raglan aus dem Bus stiegen hat unser Busfahrer beim Hostel angerufen um mit denen abzuklären,  dass wir von ihnen asbder Stadt abgeholt werden. Unser Hostel war gut 7km ausserhalb der City.  So haben wir eine Stunde gewartet doch Niemand kam. Also nochmal selbst angerufen um uns zu vergewissern, dass wir nicht vergessen wurden.  Nach einer weiteren halben Stunde kam dann der Rückruf: sorry but our driver is drunken, so you have to hitchhike...

What? 3people+backpacks? Oh nooo Seriously?

Also Daumen in Position gebracht und warten... was für ein Glück,  dass ein paar Amerikaner Mitleid mit uns hatten und uns nach einer Pizza zum Hostel fuhren. So kamen wir Abends endlich an und checkten ein. Wir bekamen eine Karte mit dem Grundstück. Dies war nämlich kein normales Hostel.  Das Solscape war das coolste was ich hier je gesehen hab und würde ich nicht unbedingt die Südinsel sehen wollen,  wäre ich definitiv noch dort geblieben. So schlichen wir also im dunkeln über den Hof und suchten das kleine Gebäude mit der Nr 3 und kamen schließlich vor einem Tippi zum stehen. Haha das wird ja wohl nicht unsers sein, haben wir uns  noch gedacht und gelacht. Doch das war es tatsächlich... Also rein dort..., und es war sau gemütlich.  Dort lagen 4 Matratzen im Kreis und Nachts konnten wir nicht nur die Grillen, sondern auch das Meer hören.  Wir haben am nächsten Tag  gleich um 2 Nächte verlängert :) Jetzt konnten wirvdas Grundstück auch endlich mal im Hellen begutachten. Der erste Ausblick von dem Hostel fiel dirkt aufs Meer und auf dem Weg zur Küche standen auf beiden Seiten kleine Gebäude in denen die Betten untergebracht waren. Zwischen ihnen liefen kleine flauschige Hühner hin und her.

Im Allgemeinen war es eine richtige Hippieabsteige. Aber soooo cool und perfekt für Raglan ,denn das ist  wohl der entspannteste Fleck der Welt. Nicht nur das Surferparadies mit dem schwarzen Strand,  sondern die Leute und die ganze Atmosphäre ist total relaxt.  Man fühlt sich sofort wohl mit der Reggaemusik und den Surfern die sich um nichts auf der Welt stressen lassen.  Ich liebe Raglan! Man lernt hier einfach die coolsten Leute kennen.  So haben wir gleich am 2. Abend mit einem Berliner und nem Ösi am Strand Lagerfeuer gemacht. Natürlich mit Bier und Stockbrot. So konnten wir und das Schwimmen in der Nacht, im vom Mondlicht erhellten Wasser auch nicht entgehen lassen :) Man konnte wir überall an den Stränden an denen ich bislang hier war, ewig ins Wasser gehen bevor sie tiefer wurden. Dafür durfte man sich von den Wellen nicht täuschen lassen,  die so harmlos wirkten... Da dieser Abend einfach so schön war, wiederholten wir gestern dad ganze. Diesmal mit einem Schweizer und einem Amerikaner.  Mein Englisch wird mit zunehmendem Alkohol tatsächlich besser ;D es war wieder unbeschreiblich! Aber leider leider verließen wir heute Raglan um morgen in Hobbiton zu sein und dem kleinen süßen Frodo ein Besuch abzustatten :)

Ach fast vergessen,  traue NIEMALS einer nett wirkenden  Frau die mit Kaffee und Keksen lockt und sagt, dass die jede Woche so etwas für backpacker macht. Nachdem man sich total darüber freut, dass jemand so lieb ist, einen echten Filterkaffee anbietet und sich deine Lebensgeschichte mit rießiger Interesse anhört, muss man nach einer halben Stunde erschrocken feststellen,  dass man in einer Sektenfalle geraten ist und die gerade noch liebe Frau dich nur noch über Gott vollquatscht und dir irgendeinen Quatsch über Glauben andrehen will. Da hilft nur noch eins: Beine in die Hand und ganz schnell weg!!!!! 

Raglan

Donnerstag, 13.03.2014

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